Menschen & Inhalte

Sandra Bonitz
Sandra Bonitz ist Reporterin in der SÜDKURIER-Lokalredaktion Konstanz. Im Videoformat Ab in die Mitte! hat sie (noch als Volontärin) mit anderen SÜDKURIER-Volos versucht, in einem Projekt zu de-polarisierendem Journalismus Unterhaltung und verlässliche Informationen miteinander zu verbinden. Das kann funktionieren, aber der Balanceakt ist schwierig: Faktentreue ohne Langeweile, Spannung ohne künstlichen Konflikt. Um hier gut zu navigieren, braucht es die richtige Haltung – auf journalistischer und persönlicher Ebene. In ihrer Session zusammen mit Elisa Gorontzy und Kilian Nagel geht es darum, was die Volontäre im Projekt hierzu erfahren und gelernt haben – und laden zur Diskussion darüber ein, wieso das für alle Menschen in Redaktion wertvoll ist.
Impuls
Zwischen Hot Take und Faktencheck: Learnings zur Haltung im (Video)Journalismus

René Bosch
Redaktionen stehen vor einer paradoxen Situation: Noch nie gab es so viele technische Möglichkeiten, Inhalte zu produzieren – und noch nie so wenige Ressourcen, um sie zu nutzen. KI-Tools versprechen Effizienz, landen aber oft als zusätzliche Aufgabe auf dem Schreibtisch von Redakteur*innen. René Bosch, Co-Founder und CEO von BeatSqaures, zeigt, was passiert, wenn man den Ansatz umdreht: Nicht die Redaktion passt sich dem Tool an, sondern das Tool übernimmt die Formatproduktion. Das Produzieren von Newslettern, Bestücken von Social Media oder das Erstellen von Podcasts tritt in den Hintergrund, damit Journalist*innen wieder das tun können, was den Kern und Wert ihrer Tätigkeit ausmacht: rausgehen, recherchieren, Menschen begegnen, Geschichten finden, die sonst niemand erzählt. Das ist keine Utopie, sondern eine implizite Aufforderung zur radikalen Transformation von Redaktionen. Und die Frage zu beantworten, wenn über Jahre gewachsene Produktions-Aufgaben plötzlich wegfallen: Was macht mich als Journalist*in wirklich aus?
Impuls
Raus aus der Redaktion: Was, wenn wir aufhören würden, unseren Job so zu machen wie heute?

Jens-Holger Fink
Wie wird Veränderung in Redaktionen anschlussfähig? Jens-Holger Fink hat 20 Jahre als Redakteur gearbeitet, u.a. für die ARD-Talksendung „Maischberger“. Heute ist er systemischer Organisationsberater, Entwickler von Führungssystemen und Change Manager im MDR und in der ARD. Dort begleitet er Transformationen, die bis zu 60.000 Mitarbeitende des öffentlich-rechtlichen Rundfunks betreffen. In seiner Session beschreibt er, wie Change nicht nur von außen gesteuert, sondern aus der Organisation heraus mitgetragen und übersetzt wird. Er stellt ein System vor, in dem Mitarbeitende und Führungskräfte als Change-Unterstützer qualifiziert und aktiv in Transformationsvorhaben eingebunden werden.
Impuls
Veränderung aus der Redaktion heraus: Wie Change-Unterstützer im System Transformation wirksam machen

Elisa Gorontzy
Heiße Aussagen gehen viral, bloße Fakten oftmals nicht. Im Videoformat Ab in die Mitte! haben SÜDKURIER-Volontärinnen und -Volontäre versucht, in einem Projekt zu de-polarisierendem Journalismus beides zu verbinden: Unterhaltung und verlässliche Informationen. Das kann funktionieren, aber der Balanceakt ist schwierig: Faktentreue ohne Langeweile, Spannung ohne künstlichen Konflikt. Um hier gut zu navigieren, braucht es die richtige Haltung – auf journalistischer und persönlicher Ebene. In ihrer Session teilt Elisa Gorontzy zusammen mit Sandra Bonitz und Kilian Nagel, was sie im Projekt hierzu erfahren und gelernt haben – und laden zur Diskussion darüber ein, wieso das für alle Menschen in Redaktion wertvoll ist. Elisa arbeitet nach ihrem Volontariat als mobile Regionalreporterin mit Schwerpunkt Video in der SÜDKURIER-Digitalredaktion. Zuvor war sie beim SWR studentische Mitarbeiterin.
Impuls
Zwischen Hot Take und Faktencheck: Learnings zur Haltung im (Video)Journalismus

Katharina Hahn
Gen Z erreichen wollen viele Medien. Aber was heißt das konkret für den Redaktionsalltag? In ihrer Session geben Katharina Hahn und Jana Elena Koch Einblicke in ihre aktuelle Studie zu jungen Zielgruppen und übersetzen zentrale Erkenntnisse in konkrete Handlungsansätze für Redaktionen: Wie können sie Zielgruppenbewusstsein systematisch verankern? Woran misst sich Relevanz und wer entscheidet das eigentlich? Wie gelingt es, Innovation nicht dem Zufall zu überlassen, sondern strukturiert voranzutreiben? Katharina arbeitet daran, Ordnung und Vision in kreatives Chaos zu bringen. Seit fast vier Jahren ist sie Teil der Mediengruppe Wiener Zeitung. Seit Mai 2024 leitet sie dort den Kontext Club. Gemeinsam mit ihrem Team entwickelt sie in Kooperation mit Medienschaffenden kostenlosen Content zur Medienkompetenz und baut eine engagierte Community von Medienakteur*innen auf, die sich aktiv für die Förderung von Medienkompetenz einsetzen. Sie hat Medienwirtschaft und Filmproduktion in Stuttgart und Salzburg studiert und sammelte praktische Erfahrung im Produktmanagement bei Sony Music in Berlin, im Ausbildungsmarketing bei Mercedes-Benz sowie im Eventmarketing in Ohio, USA.
(Foto: MGWZ/Helena Guschlbauer)
Impuls
Knapp daneben ist auch vorbei: Wie eine Zielgruppen-Studie die Redaktionspraxis verändern kann

Barbara Hans
Redaktionen arbeiten im Dauerstress: digitale Gewalt, beschleunigte Produktionslogiken, Personalmangel und Transformation treffen auf ein Berufsethos, das Belastung oft individualisiert. In ihrem Impuls zeigen Barbara Hans und Malte Werner, wie psychische Belastungen im Redaktionsalltag entstehen – und warum sie nicht nur ein „Resilienzthema“, sondern eine Führungs- und Organisationsaufgabe sind. Barbara Hans ist Professorin für Medienmanagement und Gründerin des Mindful Media Lab, das Medienschaffende und Redaktionen im Umgang mit Belastungen stärkt. Zuvor war sie Chefredakteurin von SPIEGEL und SPIEGEL.de. Sie arbeitet nebenberuflich als Coach und Therapeutin.
Impuls
Resilient in der Transformation: Was Führung, Redaktions-Organisation und Journalist*innen selbst dafür tun können

Veronica Herchenbach
Veronica Herchenbach leitet die Abteilung People bei der Deutschen Welle im Top Sharing. Gemeinsam mit ihrem Partner bündelt sie Kompetenzen, Erfahrungen und Perspektiven, um Innovationen voranzutreiben, Diversity-Themen zu stärken sowie die Kultur- und Veränderungsfähigkeit der DW nachhaltig weiterzuentwickeln. Sie ist seit 2016 bei der Deutschen Welle tätig. Nach ihrem Einstieg in der Personalentwicklung prägte sie maßgeblich die Führungskräfteentwicklung und etablierte „Digital Leadership and Collaboration“ als Leitbild der Zusammenarbeit und wichtigen Baustein der Unternehmenskultur. In ihrer Session spricht sie gemeinsam mit Vidi Legowo-Zipperer darüber, wie Vertrauen, agile Zusammenarbeit und klare Verantwortlichkeiten neue Formen der Zusammenarbeit in digitalen Arbeitsumgebungen ermöglichen können. Denn agil arbeiten wollen viele — aber wie funktioniert Zusammenarbeit wirklich, wenn Teams über Standorte, Zeitzonen und unterschiedliche Arbeitsrealitäten hinweg organisiert sind? Und warum scheitert Zusammenarbeit oft nicht an fehlenden Tools, sondern an fehlender Klarheit, Vertrauen und Verantwortung? Veronica und Vidi geben Einblicke in neue Formen der Zusammenarbeit bei der Deutschen Welle. Zwischen Organisationsentwicklung und Redaktionsalltag sprechen sie über agile Arbeitsweisen, rotierende Verantwortlichkeiten und die Frage, wie internationale Teams zwischen Bonn, Berlin und Jakarta Zusammenarbeit heute neu organisieren.
Impuls
Zwischen Agilität und Alltag: Wie moderne Formen der Zusammenarbeit Redaktionen verändern

Jana Elena Koch
Gen Z erreichen wollen viele Medien. Aber was heißt das konkret für den Redaktionsalltag? In ihrer Session geben Katharina Hahn und Jana Elena Koch Einblicke in ihre aktuelle Studie zu jungen Zielgruppen und übersetzen zentrale Erkenntnisse in konkrete Handlungsansätze für Redaktionen: Wie können sie Zielgruppenbewusstsein systematisch verankern? Woran misst sich Relevanz und wer entscheidet das eigentlich? Wie gelingt es, Innovation nicht dem Zufall zu überlassen, sondern strukturiert voranzutreiben? Jana ist Wissenschaftlerin mit Fokus auf Medienkompetenz, qualitative Sozialforschung und Philosophie. Sie arbeitet als Researcher und Program Manager beim Kontext Club der Mediengruppe Wiener Zeitung und promoviert an der Universität Graz. Zuvor war sie mehrere Jahre in der Erwachsenenbildung tätig, heute lehrt sie an der Universität Wien. Neben ihren Forschungsprojekten interessiert sie sich besonders für Wissenschaftskommunikation und die Verbindung von Theorie und Praxis.
(Foto: MGWZ/Helena Guschlbauer)
Impuls
Knapp daneben ist auch vorbei: Wie eine Zielgruppen-Studie die Redaktionspraxis verändern kann

Vidi Legowo-Zipperer
Vidi Athena Dewi Legowo-Zipperer leitet die Indonesisch-Redaktion der Deutschen Welle und verantwortet ein internationales Redaktionsteam zwischen Bonn, Berlin und Jakarta. Vor ihrer Tätigkeit bei der DW arbeitete sie als Journalistin in Indonesien. Sie absolvierte einen Master in TV Journalismus in England und anschließend ihr Volontariat bei der Deutschen Welle. Seitdem beschäftigt sie sich intensiv mit digitalem Journalismus, internationalen Redaktionsstrukturen und neuen Formen der Zusammenarbeit in digitalen Arbeitsumgebungen. Gemeinsam mit ihrem Team entwickelt sie neue Ansätze für Zusammenarbeit, Verantwortung und Innovation in standortübergreifenden Redaktionen — unter anderem durch rotierende Teamverantwortung, agile Arbeitsweisen und kollaborative Entscheidungsprozesse. In ihrer Session teilt sie gemeinsam mit Veronica Herchenbach konkrete Erfahrungen aus dem Redaktionsalltag der Deutschen Welle und zeigt, wie klare Strukturen, Vertrauen und agile Zusammenarbeit Teams in digitalen Arbeitsumgebungen stärken können.
Impuls
Zwischen Agilität und Alltag: Wie moderne Formen der Zusammenarbeit Redaktionen verändern

Jule Lumma
Im regionalen Medienhaus VRM macht sich die Chefredaktion regelmäßig auf zu Redaktionsversammlungen: Workshops mit den Teams vor Ort. In Wetzlar, Darmstadt, Wiesbaden und Mainz werden Themen erarbeitet und besprochen, die den Content-Bereich betreffen. Inhalte, Veränderungen in der Redaktionsorganisation, Kulturelles – das Format wird für ganz unterschiedliche Themen genutzt. Chefredakteurin Jule Lumma bringt drei konkrete Umsetzungsbeispiele samt den jeweiligen Methoden mit und berichtet, warum der VRM-Chefredaktion in der Transformation diese Dialog-Formate mit viel Interaktion so wichtig sind.
(Foto: Sascha Kopp/VRM)
Impuls
Transformation im Dialog: Wie Führung Menschen in der Veränderung mitnehmen kann

Astrid Maier
Astrid Maier ist stellvertretende Chefredakteurin und Head of Strategy bei der dpa Deutsche Presse-Agentur. Zuvor war sie Chefredakteurin bei XING sowie Korrespondentin bei der Financial Times Deutschland und beim Manager Magazin. In ihrer Session zeigt sie anhand konkreter Use Cases, wie sich agiles Innovationsmanagement auch in großen Organisationen wie der dpa erfolgreich umsetzen lässt. Zutaten (unter anderem): „Scale down to scale up“, Lernschleifen, echte Partizipation, Mut zur Un-Perfektion und die richtige Art von Feedback.
(Foto: Michael Kappeler)
Impuls
Agiler Change bei der dpa: So skaliert man neue Ideen in großen Organisationen

Kilian Nagel
Kilian Nagel ist Video-Volontär beim SÜDKURIER, und hat zuvor beim RND und bei RTL im Video-Bereich gearbeitet. In einer Session teilt er zusammen mit Elisa Gorontzy und Sandra Bonitz, was sie in einem Projekt der SÜDKURIER-Volontäre erfahren und gelernt haben. Heiße Aussagen gehen viral, bloße Fakten oftmals nicht. Im Videoformat Ab in die Mitte! haben SÜDKURIER-Volontärinnen und -Volontäre versucht, mit de-polarisierendem Journalismus beides zu verbinden: Unterhaltung und verlässliche Informationen. Das kann funktionieren, aber der Balanceakt ist schwierig: Faktentreue ohne Langeweile, Spannung ohne künstlichen Konflikt. Um hier gut zu navigieren, braucht es die richtige Haltung – auf journalistischer und persönlicher Ebene. Die drei laden zur Diskussion darüber ein, wieso das nicht nur für Volos, sondern für alle in Redaktion wertvoll ist.
Impuls
Zwischen Hot Take und Faktencheck: Learnings zur Haltung im (Video)Journalismus

Sebastian Pantel
Sebastian Pantel ist Journalist, Systemischer Coach und Organisationsentwickler im Editorial Development des SÜDKURIER Medienhauses. In seiner Session gibt er einen kurzen Impuls dazu, warum die Erweiterung der eigenen Emotionalen Intelligenz für Journalist*innen und Führungskräfte in Redaktionen ein Schlüssel zum Erfolg von Menschen, Teams, Organisation und Inhalten sein kann. In einem Demo-Coaching zum Entwicklungsanliegen einer / eines Freiwilligen (vom erlebten "Problem" zu einer stimmigen Lösungsidee) macht er das theoretische Konzept und das Format "Systemisches Coaching" dann erfahrbar.
(Foto: Lukas Leertaste Fotograf)
Impuls
Emotionale Intelligenz als Superkraft in der Redaktionsentwicklung: Input und Demo-Coaching mit einer/einem Teilnehmer*in

Stefan Schultz
Stefan Schultz, Jahrgang 1980, ist Gründer des Instituts für Integralen Journalismus (IfIJ), das sich für eine perspektivenreichere, selbstreflektiertere, empathischere und inspirierende Berichterstattung und für eine reifere Diskurskultur einsetzt. Er arbeitet beim SPIEGEL, war als Korrespondent in San Francisco, New York und Peking und hat Multimedia- und Mixedmedia-Reportagen aus aller Welt veröffentlicht. Stefan ist Autor mehrerer Bücher und Träger mehrerer Journalist*innen-Preise im Bereich Wirtschaftsjournalismus. Im Deep Dive geht er mit der Gruppe eine waghalsige Wette ein: Schaffen wir es, in zweieinhalb Stunden mittels innovativer Kollaborations-Techniken einen integralen Artikel zu erschaffen? Und was lernen wir auf diesem journalistischen Selbsterfahrungs-Trip darüber, wie Redaktionen künftig (ganz anders) arbeiten könnten?
Deep Dive
Das journalistische Co-Creation-Labor: Wir schreiben kollektiv eine Integrale Reportage

Björn Staschen
Björn Staschen arbeitet als Journalist und Medienwissenschaftler in Hamburg. Als Geschäftsführer und Mitgründer der gemeinnützigen Organsiation "Save Social - Networks For Democracy" setzt er sich dafür ein, die demokratische Kraft der sozialen Medien zu erhalten. Er war unter anderem ARD-Fernsehkorrespondent in London, hat als Reporter von G20-Protesten in Hamburg berichtet und das Programm von NDR Info moderiert. Mit einem Zertifizierungskurs an der Universität Mainz schließt er derzeit seine Ausbildung zum Coach für Mindfulness Based Stress Relief (MBSR) ab. Wissenschaftler*innen haben "mindful journalism" untersucht: Sie empfehlen Achtsamkeit auf individueller Ebene zur Selbstfürsorge für Journalist*innen sowie auf organisationaler Ebene zur Entwicklung eines Medienunternehmens. Besonders spannend ist aber aus der Perspektive der Achtsamkeit die Frage, wie Journalismus und Gesellschaft aufeinander wirken. Björns Deep Dive wagt ein gemeinsames Experiment: Nach einer kurzen Einführung meditieren wir gemeinsam nach erprobten Prinzipien der MBSR-Lehre. Im Anschluss starten wir einen Dialog über die Erfahrung und die Frage, ob und wie Achtsamkeit Journalismus und Gesellschaft helfen könnte. Teilnehmende sollten bereit sein, sich auf zwei Meditationen einzulassen und sich aktiv in die gemeinsame Arbeit einzubringen.
(Foto: Johannes Wulf)
Deep Dive
Wie Achtsamkeit Redaktionen und ihren Journalismus verändern kann

Anna Stommel
Eine Jugendredaktion wird oft gegründet, um junge Zielgruppen zu erreichen. Ihr Potenzial reicht jedoch weit darüber hinaus: Sie kann zum Transformationstreiber für Medienhäuser werden. Denn wenn junge Perspektiven auf etablierte Routinen treffen, entstehen Reibung, Irritation und neue Impulse. Genau das zeigt das Pilotprojekt beim SÜDKURIER. In der Session sprechen Pauline Tillmann und Anna Stommel über ihre Erfahrungen: Wo entstehen Spannungen und wie lassen sich diese produktiv nutzen, statt sie als Störung zu verstehen? Anna ist Mitglied der SÜDKURIER-Chefredaktion mit Fokus auf die digitale Entwicklung von Inhalten und Redaktion, sowie Aufsichtsrätin bei der katholischen Journalistenschule ifp.
Impuls
Wie eine Jugendredaktion nicht nur Angebote für junge Menschen schafft, sondern als Transformationstreiber auf die ganze Redaktion wirken kann

Lea Thies
Lea Thies leitet die Günter Holland Journalistenschule und bildet die nächste Generation von Journalist*innen in der Mediengruppe Pressedruck aus. Gleichzeitig ist sie eine engagierte Netzwerkerin und Influencerin für den journalistischen Nachwuchs und die Veränderung von Journalismus und Redaktionen, mit mehr als 15.000 Follower*innen bei LinkedIn. In ihrer Session blickt sie auf das Buzz-Thema "journalistische Personenmarken". Was genau steckt genau dahinter? Welche Vorbehalte haben etablierte Medienmarken und ihre Führungskräfte gegen die Idee? Wieso könnten Personenmarken im Digitalen dennoch ein wichtiger Hebel für neue Relevanz, Nähe und Erfolg von Journalismus sein? Und welche Veränderung würde das für Redaktionen bedeuten?
Impuls
Zwischen Haltung und Hashtag: Wie Personenmarken Redaktionen verändern und den Journalismus retten können

Pauline Tillmann
Eine Jugendredaktion wird oft gegründet, um junge Zielgruppen zu erreichen. Ihr Potenzial reicht jedoch weit darüber hinaus: Sie kann zum Transformationstreiber für Medienhäuser werden. Denn wenn junge Perspektiven auf etablierte Routinen treffen, entstehen Reibung, Irritation und neue Impulse. Genau das zeigt das Pilotprojekt beim SÜDKURIER. In der Session sprechen Pauline Tillmann und Anna Stommel über ihre Erfahrungen: Wo entstehen Spannungen und wie lassen sich diese produktiv nutzen, statt sie als Störung zu verstehen? Pauline Tillmann ist Gründerin und Chefredakteurin von DEINE KORRESPONDENTIN. Nach ihrem Volontariat beim Bayerischen Rundfunk arbeitete sie als freie Auslandskorrespondentin in St. Petersburg sowie als Projektmanagerin, u. a. für die DW und CORRECTIV. Seit 2023 ist sie Programm-Managerin beim Better Leaders Lab und baut aktuell in einem Pilotprojekt eine Jugendredaktion für den SÜDKURIER auf.
Impuls
Wie eine Jugendredaktion nicht nur Angebote für junge Menschen schafft, sondern als Transformationstreiber auf die ganze Redaktion wirken kann

Hannes Vollmuth
Hannes Vollmuth ist Journalist und Transformations-Architekt. Bis Ende 2025 war er Leitender Redakteur für Digitalstrategie und Innovation bei der Süddeutschen Zeitung und hat dort die Audience-First-Strategie vorangetrieben. Heute leitet er das Audience Development bei der Mediengruppe Pressedruck und weiß aus eigener Erfahrung, warum das große Transformationskonzept – in Powerpoint-Folien gegossen, durch sämtliche Gremien bestätigt – schon kurz hinter der Startlinie in sich zusammenfällt. In seiner Session dreht sich deshalb alles um: klein starten. Klein starten als die einzige richtige – und erfüllendere – Strategie in Zeiten von Veränderung. Klein starten als Methode, die für die meisten Verantwortungsträger maximal kontraintuitiv ist. Doch wer klein startet, hat die Chance auf frühe Erfolge, die Momentum erzeugen – und schließlich eine Bewegung, die die ganze Organisation verändert. Wie begegnet man dem realen und brutalen Widerstand gegen das Kleine? Was lehrt das Two-Loops-Modell? Und welche Beispiele zeigen, dass es geht?
Impuls
„Start Small" – Wie Communities of Practice Redaktionen transformieren

Konrad Weber
Konrad Weber ist unabhängiger Strategieberater und Foresight-Experte mit Sitz in Zürich. Er hilft Führungsteams in der DACH-Region, ihre Organisationen an der Schnittstelle zwischen Mensch und KI in die Zukunft zu führen. Vor seiner Selbstständigkeit war er knapp zehn Jahre als Journalist, Community-Manager und Digitalstratege bei Schweizer Radio und Fernsehen tätig. Im Deep Dive widmet sich Konrad einer Frage, die in vielen Chefredaktionen und Geschäftsleitungen selten offen gestellt wird: Warum scheitern so viele Strategieprozesse und lassen Teams frustriert zurück? Seine These: Es liegt selten am Plan, sondern an zwei systematisch übersprungenen Schritten. Erstens an der ehrlichen Analyse und Diagnose der Ausgangslage. Zweitens an der Brücke vom Strategiepapier in die wirksame Umsetzung im Redaktionsalltag. Nach einem kompakten Input zum Strategie-Handwerk in Zeiten von KI, Volatilität und Multi-Krisen arbeiten die Teilnehmer*innen im interaktiven Teil mit konkreten Tools an ihrer eigenen Ausgangslage. Ziel ist keine fertige Strategie, aber tragfähige erste Bausteine, die jede*r Teilnehmer*in im eigenen Haus weiterentwickeln kann.
(Foto: Adrian Graf)
Deep Dive
Weshalb die meisten Strategien misslingen – und was wir konkret dagegen tun können

Malte Werner
Redaktionen arbeiten im Dauerstress: digitale Gewalt, beschleunigte Produktionslogiken, Personalmangel und Transformation treffen auf ein Berufsethos, das Belastung oft individualisiert. In ihrem Impuls zeigen Barbara Hans und Malte Werner, wie psychische Belastungen im Redaktionsalltag entstehen – und warum sie nicht nur ein „Resilienzthema“, sondern eine Führungs- und Organisationsaufgabe sind. Malte Werner kann als gelernter Agenturjournalist fast jede Geschichte in zehn Zeilen erzählen, lernte als freier Reporter aber die lange Form zu schätzen. Promoviert schon viel zu lange über Kriegsberichterstattung und leitet bei Netzwerk Recherche die Helpline für mental belastete Journalist*innen.
Impuls
Resilient in der Transformation: Was Führung, Redaktions-Organisation und Journalist*innen selbst dafür tun können